Samstag, 16. Juni 2007

VBS@Pines

Hmmm... diese Woche war VBS bei uns in der Gemeinde (church of pembroke pines) und es waren ca. 120 Kinder von Pre-K bis 5. Klasse... und obwohl wir mehr als genug freiwillige Helfer hatten, gab es dennoch nur 3 Gruppen. Jede Gruppe war somit im Schnitt 40 Kinder stark. Das Problem, dass ich dabei sah: Es war total unpersönlich! :(

90% der Mitarbeiter waren damit beschäftigt die Kids an den Stellen, wo's wichtig war, ruhig zu halten und sie vorm Ausflippen oder Schreien zu bewahren. Ehrlich gesagt hätte man wesentlich mehr vermitteln können, wenn man den Kids a) mehr Zeit zum Spielen gelassen hätte, und b) kleinere Gruppen gehabt hätte.

Was mich am meisten störte war jedoch, dass den Kids überhaupt nicht erklärt wurde, was es bedeutet Christ zu sein. "Vertrau auf Gott" - das war alles. Ja für was denn genau?! Niemand verriet den Kids, dass "Gott folgen" auch "vom eigenen Weg ABKEHREN" bedeutet. Am letzten Tag gingen wir auf vor die Gemeinde und die Kids durften die Lieder vorführen, die sie gelernt hatten. Und genau da war ich dann echt geschockt: Der Leiter (obwohl kaum einer der Kids zuhörte) sagte "Wer Jesus als seinen persönlichen Retter und Freund haben will und eines Tages mit Ihm im Himmel sein möchte, der soll auf die Bühne kommen." Als 2-3 Kids losgingen wurden diese Kids von ihren Freunden vermisst, so dass ihre Freunde auch gleich mitgingen. Und als plötzlich so viele gingen, wurden selbst die aufmerksam, die eben noch am kämpfen waren, und gingen ebenfalls mit. Kurz gesagt: Am Ende standen so ziemlich alle Kids vorne auf der Bühne und wussten nicht genau warum. Der Leiter betete vor und die Kids beteten nach... AAAAAAARGH!!

Wieso ich das so schlimm finde:
1) keiner der Kids wusste, was es bedeutet Christ zu werden, da es ihnen niemand erklärt hatte
2) einige von ihnen glauben jetzt ggf. wirklich, dass sie Christen sind
3) es war so krass unpersönlich, dass man gar nicht nachvollziehen kann, wem es ernst war, und wem nicht
4) ein 3-jähriges Kind kann eine solche Entscheidung noch gar nicht treffen
5) es war einfach nur ein Gruppenverhalten, dass die Kids veranlasst hat auf die Bühne zu gehen..

Eine Beziehung mit Gott ist das wichtigste, was man als Mensch haben kann! Kostbarer als alles andere! Wer dies begriffen hat wäre sogar bereit ALLES zu verkaufen, was er besitzt, nur um diesen Acker zu kaufen, in dem dieser Schatz vergraben ist - einfach weil er weiss, dass dieser Schatz so irre viel wertvoller ist, als alles, was er besaß! Aber wenn es einfach nur darum geht ein Programm abzufahren und sein Ding durchzuziehen, dann ist da was GROB falsch gelaufen! :((

Ich weiss nicht, was ich von dieser Aktion halten soll.. Hab mal mit den Leitern gesprochen und ggf. wirds nächstes Jahr anders sein (vor allem, da man jetzt weiss, dass man genug Mitarbeiter hätte).. Obs wirklich passiert bleibt offen. Ich kann nur hoffen, dass es wenigstens einigen der Kids ernst war - und das alle anderen irgendwann im Leben begreifen, dass Jesus mit ihnen persönlich eine Beziehung will, und nicht nur mit der Gruppe.

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